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Thistle Sifter: Forever The Optimist – die zweite (Review)
| Artist: | Thistle Sifter |
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| Album: | Forever The Optimist – die zweite |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Post- und Progressive-Rock |
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| Label: | FREIA Music | |
| Spieldauer: | 37:48 | |
| Erschienen: | 06.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
Pete Barnes, in den Niederlanden lebender Exil-Brite, liefert mit „Forever The Optimist“ ein Paradebeispiel für zynische Musik. Nicht im Sinne lyrischer Inhalte, sondern im Sinne dessen, dass das Album alles andere als Frohsinn oder Zuversicht verbreitet.
Natürlich finden sich in den cineastisch angelegten Kompositionen, die THISTLE SIFTER hier präsentieren, Momente des Frohsinns und Anflüge von Hoffnung, die u.a. den fein austarierten Gitarrenmelodien geschuldet sind. Aber in Gänze brandet die Musik in schwelgerischer Melancholie auf und ab.
Streicher und getragene Percussions sorgen in Stücken wie „Ghost Acres“ für ein dramatisches Auf und Ab der Stimmungen, wobei sich die Kontraste zwischen Folk-affiner Akustikmusik und cineastischer Größe im folgenden „Atop A Horrid Hill“ fortsetzen, während das Stück vorwiegend minimalistisch dahinfließt.
Dem übergreifenden Konzept geschuldet, fließt „Forever The Optimist“ auch in seiner Gesamtheit relativ schlüssig voran. Das Auf und Ab der Stimmungen wirkt natürlich, wobei der fragile Nervenzusammenbruch meist Hand in Hand mit großen Träumen und vertonten Hoffnungen geht.
Als packend inszeniertes Paradebeispiel für diese Art von Dualität könnte „Et In Arcadia Ego“ durchgehen. Denn der bedachte Anstieg der Musik verbindet sich beinahe unmerklich mit sanft orchestriertem Drama, ehe sich die eine oder andere Kante in Form von getragener Streicher-Epik offenbart, ohne dass der Groove bzw. manch vertrackter Break zu kurz kommt.
FAZIT: THISTLE SIFTER führen mit dem Titel „Forever The Optimist“ zuweilen in die Irre, denn der Grundton der Musik ist eher melancholisch-bedacht, als aufbauender Natur zu sein. Allerdings ist das musikalische Melodrama aus Prog- und Post-Rock sowie klassischer Musik weitestgehend unvorhersehbar und packender arrangiert als anfangs gedacht. Wodurch das Album einige Zeit lang nachhallt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Anthropocene
- Ghost Acres
- Atop A Horrid Hill
- One Fleeting Glance
- Endling
- Weightless
- Et In Arcadia Ego
- Forever The Optimist
- Gitarre - Pete Barnes, Nils Breunese, Tom Broshuis
- Keys - Pete Barnes
- Schlagzeug - Koen Klarenbeek
- Sonstige - Mark Tersteeg (Streicher-Arrangements), Marta Jiménez Ramirez (Cello), Maria Garcia (Bratsche), Damián Cabedo Vicente (Geige), Begona Hernández Gallardo (Geige)
- Forever The Optimist (2026) - 13/15 Punkten
- Forever The Optimist – die zweite (2026) - 12/15 Punkten
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